Fünf Wochen in der Ukraine

Ruben Mawick berichtet von seinem letzten Einsatz als Rettungssanitäter


Ruben Mawick mit einem evakuierten älteren Herrn - einem von 51 Zivilisten, die von den Helfern gerettet wurden.

51 Zivilisten und 20 Soldaten hat er mit seinem Team und in den gespendeten Fahrzeugen aus den Frontgebieten evakuiert. In seinem "Brief" an die Gemeinde beschreibt Ruben Mawick auch die fürchterliche Situation, den ständigen Beschuss, die Angst vor dem Winter. Aber er kündigt auch an, wieder hinzufahren.

Liebe Gemeindemitglieder von St. Martha!

Seit zwei Wochen bin ich wieder in Deutschland und habe erst mal ordentlich ausgeschlafen. 

Ich war jetzt insgesamt fünf Wochen in der Ukraine und habe dabei 51 Zivilisten und zwei Katzen aus den Frontgebieten um Dnipro evakuiert sowie 20 verwunderte Soldaten in Krankenhäuser transportiert und dabei medizinisch versorgt. Alle Fahrten geschahen in den von Euch gespendeten Wagen. Ein dritter Wagen ist schon in Vorbereitung, ein Geldtransporter, den wir zu dem perfektesten Evakuierungstransporter der Welt ausbauen werden. Das Gute: er ist schon gepanzert.

Die Menschen, die ich getroffen habe, sind sehr besorgt und sehr müde. Vor allen Dingen fürchten viele den Winter. Die Angriffswellen sind so intensiv wie noch nie während dieses Krieges. Es scheint, als ob Russland seinen Krieg gegen Menschen und Hochhäuser massiv ausweitet und zusätzlich die Frontlinien immer mehr in die Zange nimmt. die Zahl der Verwundeten und Toten steigt in unfasslicher Weise. Gleichzeitig sind die Menschen entschlossen, dieser bald vierjährigen Aggression weiterhin die Stirn zu bieten. Es gibt für sie keinen anderen Ausweg. Ich werde im Februar wieder hinfahren und helfen. Auch für mich gibt es keinen anderen Weg. Tausend Dank für die Unterstützung durch euch. Ich freue mich selbstverständlich weiterhin über jede Gabe.

Herzlichst, euer Ruben

Evakuierung von Jugendlichen
Der Rettungswagen ist ständig in der Ukraine unterwegs, um Leben zu retten.

Für die Ausrüstung mit medizinischem Material und lebenswichtigen Dingen bittet die Gemeinde weiter um Unterstützung. Inzwischen haben wir Ruben Mawick kennengelernt, der den umgebauten Krankenwagen in die Ukraine gebracht hat und mit ihm unterwegs war.
Erneut ist Ruben Mawick in die Ukraine gereist, um 4-5 Wochen Verletzte zu evakuieren. Unsere Gebete begleiten ihn bei seinen gefährlichen Einsätzen.

Nach seinem Besuch bei uns, einem Benefiz-Konzert und Presseberichten sind weitere Spenden eingegangen, die den Kauf eines weiteren Fahrzeuges möglich gemacht haben. Ruben Mawick schreibt uns eine Nachricht:
Zur Evakuierung von Kranken oder alten Menschen 

Helfen Sie bei der Finanzierung mit! Ein Krankenwagen ist Tag für Tag unterwegs, um im Kriegsgebiet Menschenleben zu retten. Die Gemeinde sammelt Spenden, um medizinisches Material zu finanzieren.